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Neuzugang in Marbach: Veredlerhengst SILVERY MOON xx
  • 13.11.2017

Neuzugang in Marbach: Veredlerhengst SILVERY MOON xx


„Der schnellste Schecke der Welt“ beginnt seine Karriere als Deckhengst in Marbach

Er ist ein berühmter Superstar. Eigens für ihn wurde ein eigener Rennstall aus der Taufe gehoben. Er hat eine eigene Facebook-Seite mit über 10.000 Fans. Seine Anhänger feierten ihn bei jedem seiner Auftritte auf den Rennbahnen Deutschlands. Die Rede ist von SILVERY MOON xx, dem „schnellsten Schecken der Welt“. Der Englische Vollbluthengst mit der besonderen Farbe hat im September seine erfolgreiche Sportkarriere beendet und wird nun im Haupt- und Landgestüt Marbach seine zweite Karriere als Deckhengst beginnen. „Schon seit einigen Jahren wünschen sich die Liebhaber besonderer Farbvarianten unter den Züchtern verschiedener Pferderassen einen Scheckhengst in Marbach“, sagt Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, „mit dem im Rennsport leistungsgeprüften Englischen Vollblüter SILVERY MOON xx können wir fast alle diese Züchterwünsche erfüllen“. Nach seiner Ankunft am 13. November 2017 im Haupt- und Landgestüt Marbach wird SILVERY MOON xx auf Zuchttauglichkeit geprüft und auf seine neuen Aufgaben als Deckhengst vorbereitet. In der Decksaison 2018, die im Februar beginnt, soll SILVERY MOON xx im Natursprung auf der Servicestation Marbach decken. Er wird dort von Stationsvorsteher Hauptsattelmeister Helmut Waidmann und Gestütstierärztin Dr. Yvonne Zander betreut werden. Das Deckgeld 2018 beträgt 400 Euro.

Siegreiches Rennpferd über fünf Rennsaisons
Geboren im Jahr 2011 im Andell-Stud in Großbritannien bei seiner Züchterin Mette Campbell-Andenaes, ging SILVERY MOON xx über die bekannte Jährlingsauktion im französischen Deauville ins Training zu Mario Hofer nach Krefeld. Im Besitz des Stalles Paint Horse startete der Braunschecke in 48 Rennen über fünf Saisons. Dabei gelangen ihm fünf Siege und 18 Platzierungen bei einer Gewinnsumme von 41.950 Euro. Sein höchstes erreichtes Generalausgleichsgewicht (GAG) betrug 82 kg; damit hat er die Leistungsprüfung für den Einsatz in den Sportpferdezuchten erfüllt. Mit einer Platzierung in der Kölner Zweijährigen-Trophy, einem Rennen auf Listenebene, verdiente er sich das begehrte „Blacktype“. Sein erfahrener Trainer Mario Hofer beschreibt ihn als unkompliziertes Pferd mit bestem Interieur: „SILVERY MOON xx ist immer leistungsbereit und gesund. Im Training ging er auch geschickt und talentiert über Sprünge“. Die Leistungsbereitschaft und Härte des Vollblüters zeigt sich auch bei seinen Vorfahren; über vier Generationen haben die gelaufenen Pferde mehr als 20 Starts je Pferd absolviert.

Bestes Blut: SILVERY MOON xx hat ein abgesichertes Leistungs-Pedigree
SILVERY MOON xx stammt von dem ebenfalls braungescheckten I Was Framed xx (USA), einem überwiegend auf amerikanische Linien zurückzuführenden Hengst, und ist u.a. über Halo xx, den führenden Hengst 1983 und 1989 in Nordamerika, und weiter über Nearco xx, Pharos xx, Phalaris xx, Bend Or xx und Eclipse xx auf die Hengstlinie des Darley Arabian zurückzuführen. SILVERY MOONS Mutter ist die in Irland gezogene Stute Artzola xx. Ihr Vater Alzao xx (USA) ist auch Vater von 100 Stakes-Siegern und z.B. auch Muttervater von Deep Impact xx, der in Japan „Horse of the Year“ war. Der mütterliche Stamm ist von amerikanischen und englisch-irischen Linien geprägt und der Vollblutfamilie 11 zuzuordnen, aus der in jüngerer Zeit so erfolgreiche Rennpferde und auch Vererber wie Sagamix xx, Cacique xx, Champs Elysees xx, Youmzain xx und Pilsudski xx hervorgegangen sind. Diese Familie der Stammstute Sedbury Royal Mare findet sich in Deutschland ursprünglich zwar selten, sie ist aber über den mehrfachen Champion und auch in der Warmblutzucht erfolgreichen Vererber Acatenango xx, u.a. Vater des erfolgreichen Marbacher Landbeschälers ITUANGO xx, präsent. Im Pedigree von SILVERY MOON xx fällt eine Linienzucht auf den Champion Northern Dancer xx in fünfter und vierter Generation auf. Der bedeutende Hengst Nearco xx findet sich zwölf Mal im Pedigree und dessen Vater Pharos xx 15 Mal in seiner Abstammung.

Das Haupt- und Landgestüt Marbach hat sich über die vergangenen Jahre eine führende Rolle im Angebot von Veredlerhengsten erarbeitet. Hengste wie STAN THE MAN xx, Vater des erfolgreichsten Vielseitigkeitspferdes aller Zeiten Sam, ITUANGO xx, Vater der Triple-Crown-Siegerin Rocana (beide unter dem Reiter Michael Jung) sowie ein aktuelles Angebot mehrerer erfolgreicher Anglo-Araber, Trakehner, Englischer und Arabischer Vollblüter unterstreichen die Ausrichtung auf Edelblut für die Sportpferdezucht. SILVERY MOON xx ist nicht nur aufgrund seiner Rennleistung und seines Pedigrees eine spannende Ergänzung des Hengstbestandes. Er besticht optisch durch seine auffällige Zeichnung mit den unregelmäßigen weißen Flecken auf seinem Körper und im Gesicht. Zusätzlich zu seinem sportlichen Potential als Vollblut, werden viele Fohlen diese wunderschönen Farbmuster erhalten.

Genetisch untersucht: die Hälfte der Fohlen wird seine Scheckung tragen
Eine genetische Untersuchung in einem Tübinger Labor hat gezeigt, dass er die „Frame-Overo“-Genvariante besitzt, welche ihm sein außergewöhnliches Aussehen verleiht. Diese Genvariante wird er, so die Wissenschaftler, an 50% seiner Nachkommen vererben. SILVERY MOON xx hat die Grundfarbe „Braun“ und trägt Anlagen für „Rappe“. Er besitzt aber nicht den Rot-Faktor. Das bedeutet, dass er keine fuchsfarbenen Nachkommen zeugen wird, selbst wenn er mit einer Fuchsstute verpaart wird. Außerdem trägt er zwei Kopien der White-Spotting-Variante (W20), die seinen Weißanteil zusätzlich erhöht. Alle Nachkommen, die SILVERY MOON xx zeugen wird, werden eine Kopie dieser W20-Variante erhalten und mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest eine kleine Blässe oder weiße Abzeichen an den Beinen haben.
Zusätzlich wurde SILVERY MOON xx auf eine weitere genetische Variante getestet, die die potentielle Größe seiner Nachkommen voraussagt. Obwohl er selbst ein Stockmaß von 164 cm hat, trägt er zwei Kopien der Größen-Variante „normal“. Das hat zur Folge, dass er seinen Nachkommen die Genvariante „extra-groß“ nicht weiter geben wird.

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