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Sonstiges
  • 05.11.2019

Verabschiedung nach 50 Jahren Dienstzeit: Hauptsattelmeister Rudolf Schmelcher geht in Pension


Ein halbes Jahrhundert in Diensten des Haupt- und Landgestüts Marbach: Hauptsattelmeister Rudolf Schmelcher geht am 1. Dezember 2019 nach 50 Dienstjahren in Pension. Er hatte seinen ersten Arbeitstag am 1. November 1969 als Gestüthilfswärter in der Junghengstaufzucht auf dem Gestütshof Marbach. Innerhalb von 20 Jahren gelang ihm dort der Aufstieg vom Pferdewärter über den Gestütwärter, Gestütoberwärter, Sattelmeister und Obersattelmeister zum Hauptsattelmeister. Von 1981 bis 2001 war er während der Decksaison auf der Beschälplatte Urspring stationiert. In seinem ersten Jahr begleitete er die Landbeschäler BERYLL und SCHWABE, später folgten die Warmbluthengste RAMIN v. Ramiro Z und HELFENSTEIN v. Helikon, der Trakehner Hengst KORNETT/T. sowie der Schwarzwälder Kaltbluthengst DIFLOR v. DIRK. „Der Hengst WANNINGER aus dem Besitz des Dr. Salinger deckte im ersten Jahr über 70 Stuten im Natursprung“, erinnert sich Rudi Schmelcher, „mit diesem Hengst begannen dann die ersten Erfahrungen mit der künstlichen Besamung in Marbach“, nur einer der großen Umbrüche im Gestütswesen, die er in den 50 Dienstjahren miterlebt hat.

Lieblingshengste SCHLOSSER, ARMIN und LENIS LEMON
Außerhalb der Decksaison zählten der Beritt und die weitere Ausbildung von Junghengsten zu seinen Aufgaben im Reitkommando in Marbach. „Ich habe mehrere Lieblingshengste gehabt in den 50 Jahren“, denkt Rudi Schmelcher gern zurück, „da waren SCHLOSSER v. SCHABERNACK/T., ARMIN, JOSCHKA und LENIS LEMON, auch die Stute Herzjulchen, die für damals sensationelle 20.000 DM versteigert wurde. Das ging durch alle Zeitungen“. Für viel Aufsehen sorgten stets seine Auftritte mit den Schwarzwälder Kaltbluthengsten REVISOR, MAXIMUS und WILDHÜTER am Langzügel, mit denen er auf Messen und Turnieren, u.a. in der Schleyerhalle und bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zu 500 Jahre Marbach im Jahr 2014 gemeinsam mit Hengsten aus der Spanischen Hofreitschule, auftrat. Ein Highlight seiner Laufbahn war ein Auftritt im großen Stadion anlässlich eines CHIO in Aachen in den 1970er Jahren mit den Aktionstrabern ARMIN und GABRIEL. „Dieses Gefühl in Aachen werde ich nie vergessen!“, schwärmt Rudi Schmelcher. Er führte ungezählte Messeauftritte des Gestüts auf der Eurocheval in Offenburg, der Messe Pferd Bodensee in Friedrichshafen und beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Bad Cannstatt. Von Hauptsattelmeister Fritz Schrade hatte er im Alter von 31 Jahren die Leitung der Marbacher Quadrille übernommen, die u.a. bei den Hengstparaden den Höhepunkt zum Schluss bilden. Vor Beginn seiner allerletzten Hengstparade im aktiven Dienst am 6. Oktober 2019 hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei einem Empfang in der Geschirrkammer Hauptsattelmeister Rudolf Schmelcher seinen Dank für 50 Jahre treu geleisteten Dienst ausgesprochen und ihm und seiner Familie alles Gute für die vor ihm liegenden Jahre gewünscht.



 

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