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Schwarzwälder Landbeschäler Wilder Retter lebt nicht mehr
  • 26.04.2018

Schwarzwälder Landbeschäler Wilder Retter lebt nicht mehr


Der zwölfjährige Schwarzwälder Kaltbluthengst Wilder Retter lebt nicht mehr.

Der Hengst hatte seit einiger Zeit durch Arthrose bedingte Lahmheitserscheinungen, die trotz aller Bemühungen unserer Gestütstierärzte und der hinzugezogenen Pferdefachklinik therapieresistent waren. Um dem Hengst weitere dauerhafte Schmerzen und Leiden zu ersparen, hat die Gestütsleitung entschieden, den Hengst zu erlösen.

Der von Franz und Andreas Rieder gezüchtete Sohn des Wilderer wurde am 26. Juni  2006 in Waldkirch  von der StPrSt. Ronja geboren. Sie geht väterlicherseits auf den ehemaligen Landbeschäler und Elitehengst Retter zurück. Das mütterliche Pedigree vereint die Hengste Retter, Moritz, Diktator und Derfflinger und geht über die Stute Juwelia auf den Stutenstamm der Jungsuse zurück.

Sein positives Körurteil erhielt er bei der Körung im Haupt- und Landgestüt Marbach am 2.11.2008 im Besitz des Haupt- und Landgestüts Marbach. Im Körprotokoll wurde er als ausdrucksvoller über viel Boden stehender Hengst mit groß angelegtem Schritt und ausgezeichneter Trabmechanik beschrieben.
    
Seine Leistungsprüfung im Ziehen und Fahren legte er 2009 in Marbach mit der Gesamtnote von 8,57 als Siegerhengst erfolgreich ab. In acht Deckeinsatzjahren deckte er insgesamt 99 Stuten; 28 Stut- und 30 Hengstfohlen wurden im Zuchtbuch des Pferdezuchtverbandes registriert. Bei den Hengst-nachzuchtschauen präsentierten sich 22 Fohlen, fünf wurden mit Gold prämiert. Insgesamt zwölf Töchter sind im Stutbuch 1 der Rasse Schwarzwälder Kaltblut eingetragen. Drei Stuten wurden mit der Staatsprämie ausgezeichnet, drei weitere tragen das FN-Prädikat Leistungsstute. Seine Gene gab Wilder Retter auch an seinen gekörten Sohn Wildbach erfolgreich weiter, der als HLP-Sieger mit 8,63 brillierte und drei qualitäts- und typvolle Fohlenjahrgänge lieferte und mit der Junghengstprämie ausgezeichnet wurde.

Seinen Höhepunkt erlebte Wilder Retter bei der Bundeskaltblutschau 2013 anlässlich der Grünen Woche als er mit der FN-Bundesprämie und als Reservesieger seiner Rasse ausgezeichnet wurde. Wilder Retter war im Haupt- und Landgestüt ein vielseitig einsetzbarer Hengst, der in vielen Schau-bildern bei Messen und Veranstaltungen ein außergewöhnlicher Repräsentant seiner Rasse und des Haupt- und Landgestüts und der Landeszucht war.

Wilder Retter
*   26.6.2006, + April 2018
V. EH Wilderer, M. StPrSt. Ronja v. Retter/Moritz/Diktator/Derfflinger/Deuto
Z. Andreas und Franz Rieder, Waldkirch
B. Haupt- und Landgestüt Marbach
Körung: 7.11.2008, HLP:     2009 - Gesamtnote 8,57 (Ziehen 8,33/Fahren 8,80)
Bedeckungen: 99, Fohlen: 58 - Stutfohlen 28 - Hengstfohlen 30
Eingetragene Stuten: 12 (Stutbuch 1)
Prämierungen: Bundeskaltblutschau Berlin 2013 - FN-Bundesprämienhengst, Reservesieger Schwarz-wälder Kaltblut, Junghengstprämie (überdurchschnittliche Fohlenbewertung)

Erfolgreiche Nachkommen
Gekörte Söhne:      Wildbach (HLP-Sieger)    
Staatsprämienstuten: Ipsa, Felina (Siegerstute Zukunftspreis 2014 St. Märgen), Gundi
FN-Leistungsstuten:  Ilva, Havanna, Gundi
Leistungsprüfung:      9 Nachkommen im Ziehen und Fahren - Ø Wertnote 7,55

Text: Manfred Weber, Zuchtleiter
Pferdezuchtverband Baden-Württemberg

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